Schalldämpfung

In der automobilen Schalldämpfung kennt man, neben einigen eher ungebräuchlichen Systemen, grundsätzlich zwei unterschiedlich wirkende Hauptsysteme, das „Reflexsystem“ sowie das „Absorptionssystem“. Die beiden Systeme werden im Serien-Schalldämpferbau sowohl einzeln, als auch gemischt in einer Anlage bzw. auch im einzelnen Dämpfer verwendet. Das „Reflexsystem“ ist das sogenannte Kammern-System, welches die niedrigen Frequenzen (unter 500 Hz.) aus dem Schallspektrum eliminiert.

Dabei hat das „Reflexsystem“ noch eine negative Begleiterscheinung, es erhöht den Staudruck und trägt somit häufig zur Leistungsreduzierung bei. Beim „Reflexsystem“ werden die Schallwellen innerhalb des Schalldämpfers in Kammern geleitet, treffen auf Hindernisse (Prallbleche) und werden umgelenkt und zurückgeworfen (reflektiert).

Durch die entstehenden Verwirbelungen verlieren die Schallwellen Energie und löschen sich teilweise gegenseitig aus. Bei diesem Prinzip entsteht naturgemäß im Schalldämpfer ein hoher Gegendruck (Abgasgegendruck) mit negativem Einfluss auf die zur Verfügung stehende Motorleistung. Je höher die Motorleistung ist, desto mehr erhöht sich der Abgasgegendruck in diesem Fall.

Das „Absorptionssystem“ hingegen besteht aus einem durchgängigen, gelochten Rohrsystem, welches zur Schalldämmung mit Edelstahlwolle und einem Dämm-Material umwickelt bzw. befüllt wird. Innerhalb des Schalldämpfers sind die Rohre zu einem bestimmten Prozentsatz gelocht. Ein Teil der Schallwellen dringt durch die Löcher ins Dämm-Material ein, wo ihre Energie durch Reibung in Wärme umgewandelt wird. Bei dieser Art der Geräuschdämpfung kann der Abgasgegendruck gegenüber einer Serienanlage im Extremfall deutlich vermindert werden, was wiederum mit einem entsprechenden Zuwachs an Leistung einhergeht.

Das Absorptionssystem vernichtet die hohen Frequenzen (über 500 Hz.) im Schallspektrum und hinterlässt einen dumpfen, sportlichen Klang. Im Gegensatz zum „Reflexsystem“ beeinträchtigt das „Absorptionssystem“ jedoch die Motorleistung nicht negativ. Tauscht man einen Reflex-Schalldämpfer gegen einen Absorptions-Schalldämpfer aus, regeneriert man die zuvor verlorengegangene Leistung. Bei leistungsgesteigerten Motoren macht sich dieser Austausch häufig besonders deutlich bemerkbar. Im Serienschalldämpfer werden auch oft beide Systeme zugleich, zum Teil auch kombiniert in einem Schalldämpfertopf eingesetzt, um sowohl die hohen als auch die niedrigen Frequenzen aus dem Schallspektrum zu dämpfen, bzw. zu eliminieren.

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